Landwirtschaft und Natur wieder erlebbar machen

Castrop-Rauxel/Herne, im Januar 2022. „Nur gemeinsam sind wir stark genug, dieses Projekt zu stemmen!“ Dies betonten am Donnerstag Vertreter der wewole STIFTUNG, als sie mit Castrop-Rauxels Bürgermeister Rajko Kravanja und Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda die Absichtserklärung zur nachhaltigen Entwicklung des „Schemhofs“ unterschrieben. Auf dem ehemaligen Bauernhof im Castrop-Rauxeler Ortsteil Pöppinghausen sollen, so die Pläne des Herner/Castrop-Rauxeler Teilhabeanbieters für Menschen mit Behinderungen, Landwirtschaft und Natur wieder erlebbar werden. Die vier Unterschriften unter dem „Letter of Intent“ gaben dafür den Startschuss, „noch in diesem Jahr sollen erste Fakten geschaffen werden“, versprach der wewole-Vorstand mit Anne Krüger und Rochus Wellenbrock.

Der im Jahr 1883 erbaute „Schemhof“ gehört seit zwei Jahren der Stadt Castrop-Rauxel und liegt im Projektgebiet „Emscherland“. „Daher ist die Übernahme auch eine ökologische Maßnahme der Landschaftsplanung im neuen ,Emscherland‘ und ein wichtiger Baustein der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet“, freute sich Dr. Frank Dudda über die Pläne des „starken Partners wewole, die auch die Inklusion weiter nach vorne bringen werden“. „Und vielleicht“, so Hernes OB weiter, „grasen hier irgendwann die Emscherbrücher, die ja Teil unseres Stadtwappen sind.“

Das städteübergreifende Projekt festigt zudem die regionale Verbundenheit der wewole STIFTUNG mit den Kommunen Castrop-Rauxel und Herne. „Daher werden wir dieses Projekt nicht nur gemeinsam entwickeln, sondern auch gemeinsam schultern“, nahm der Stiftungsvorsitzende Rochus Wellenbrock am Donnerstag bei der Verabredung Rajko Kravanja und Dr. Frank Dudda gleich mit ins Boot und bedankte sich für die Unterstützung beider Städte.

„Vieles muss hier neu gemacht werden“
Der erste Schritt sei jetzt, so wewole-Vorständin Anne Krüger, eine Machbarkeitsstudie, mit der wir „ganz intensiv unter den Teppich schauen“. Denn das Gelände wird seit Jahren nicht mehr bewirtschaftet, „vieles muss hier neu gemacht werden“. Dazu gehören u. a. der Bau von Werkstätten und Lagerräumen und ein Kompetenzzentrum für die Verarbeitung der Produkte aus naturbasierten Ökosystemleistungen. Geplant sind der Anbau von Obst und Gemüse sowie eine nachhaltige Tierhaltung, zudem soll der „Schemhof“ Ausgangspunkt und Treffpunkt für Radtouren oder Wanderungen entlang der Emscher und des Rhein-Herne-Kanals werden. Angedacht sind auch Kooperationen mit lokalen Partnern wie dem ADFC oder Imkervereinen. Anne Krüger: „Hier soll Landwirtschaft hautnah gespürt werden. Unsere primären Ziele sind Inklusion und Teilhabe durch Projekte wie ,Natur erleben‘, die Schaffung von niederschwelligen Beschäftigungsmöglichkeiten sowie neue Partizipations- und Mitmachformate für die Menschen aus der Region.“

Hofladen und Mitmachangebote
Aber auch ein Hofladen als Ergänzung für das wewole-Angebot in Horsthausen (Rochus Wellenbrock: „Dort platzen wir aus allen Nähten“), ein Campingplatz (Bett & Bike) sowie Mitmachangebote für Kindergärten und Schulen sollen zum neuen „Schemhof“ gehören. Rajko Kravanja: „Ein gewaltiges Projekt an einem perfekten Standort.“

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