CABito macht den Weg zu Informationen frei

wewole STIFTUNG installiert sechs barrierefreie Informationssysteme für Menschen mit Behinderung

Endlich verständlich: Die wewole STIFTUNG führt für alle Standorte ein barrierefreies Informationssystem ein. Am heutigen Donnerstag (4. Mai) gingen die sechs CABito-Stationen in Herne und Castrop-Rauxel offiziell in Betrieb. Alexander Vogt, SPD-Landtagsabgeordneter und medienpolitischer Sprecher seiner Fraktion in Düsseldorf, lobte das Angebot: „Damit werden Informationen für Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht, die ihnen vorher verschlossen blieben. Ein toller Schritt nach vorn.“

Zu viele Informationen, unübersichtlich präsentiert, unverständlich formuliert - für viele Menschen mit Behinderung erschließen sich wichtige Informationen nicht. Das neue System namens CABito ebnet in der wewole STIFTUNG ab sofort den Weg zu wichtigen Informationen. CABito ist ein barrierefreies Informationssystem wie man es vielleicht von Messen, Flughäfen oder Bahnhöfen kennt. Konkret handelt es sich um eine Station mit einem 23-Zoll-Monitor, der auf  Berührung reagiert. Die wewole STIFTUNG hat die sechs Modelle als Liftsystem bestellt. Damit lässt sich der Monitor stufenlos in der Höhe verstellen – passend für Rollstuhlfahrer aber auch kleine und sehr große Menschen. 

Auf dem Monitor lassen sich zahlreiche Informationen einfach und individuell darstellen. Die Ausgabe erfolgt durch Text, Bild, Video und Sprache - auch in leichter Sprache. Das System bietet Menschen mit Behinderung eine Fülle von Informationen. Von dieser Informationsvielfalt überzeugte sich heute (4. Mai) SPD-Landtagsabgeordneter Alexander Vogt. Als medienpolitischer Sprecher habe er besonderes Interesse daran, Menschen mit Behinderung barrierefrei Informationszugängen anzubieten. Vorstandsvorsitzender Rochus Wellenbrock berichtete Vogt im Foyer der wewole STIFTUNG ganz konkret: Der Startbildschirm bestehe aus zehn Buttons mit unterschiedlichen Themen. Das Spektrum reiche vom „Speiseplan“ über „Stellenanzeigen“ und „Werkstattrat“ bis zu „Geburtstagen“ und „Feiern“, die mit Fotos hinterlegt werden können. Aber auch einfache Informationsangebote seien für einige Menschen mit Behinderung sehr hilfreich. Wellenbrock: „Wer zum Beispiel diesen Button berührt und damit anklickt, kann sich die Uhrzeit ansagen lassen. Das hilft allen, die kein Ziffernblatt lesen können.“ 

Alle Themen-Buttons lassen sich individuell gestalten und mit eigenem Material hinterlegen. Das Windows-System, das sich hinter der CABito-Oberfläche befindet, kann alle gängigen Datei-Formate lesen und präsentieren. Der Clou: Die Terminals befinden sich in einem Netzwerk, weshalb sich alle sechs Einheiten zentral und damit zeitsparend steuern lassen. Dennoch lassen sich die Stationen auch einzeln ansprechen und damit unterschiedlich füttern. Beispielsweise gibt es an unterschiedlichen Produktionsstätten der wewole STIFTUNG unterschiedliche Speisepläne; aber auch Veranstaltungen und bestimmte lokale Angebote lassen sich somit zielgenau programmieren. 

„Wir entscheiden nichts über die Köpfe der Menschen mit Behinderung hinweg, sondern beziehen sie aktiv ein“, berichtete Wellenbrock seinem Gast. CABito werde von einer Projektgruppe gesteuert, in der Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten. „Ein Dialog auf Augenhöhe“, so Wellenbrock. Zudem erfuhr Vogt, dass das neue System die Mitarbeiter in Neuerungen und Entwicklungen konkret einbinde. Deshalb sei eine aktive Mitwirkung der Mitarbeiter geradezu gewünscht. 

Alexander Vogt zeigte sich begeistert von dem System. Als Quintessenz seines Besuchs nahm er mit: „Die wewole STIFTUNG eröffnet Menschen mit Behinderung einen barrierefreien und selbstbestimmten Zugang zu Information. Das fördert  Inklusion und ist damit vorbildlich.“

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